Die Feder trägt das gesamte Torgewicht – der Antrieb schiebt nur. Hier steht, welche Federart Sie haben, woran Sie einen Bruch erkennen, warum immer beide Seiten getauscht werden und was das kostet. Auch für alte Tore, deren Hersteller es nicht mehr gibt.
Eine Torsionsfeder sitzt waagerecht auf einer Welle über dem Tor und arbeitet durch Verdrehen. Eine Zugfeder hängt längs an der Seite und arbeitet durch Dehnen. Sektionaltore haben fast immer Torsionsfedern, Schwing- und Kipptore meist Zugfedern, häufig als Paket aus zwei bis vier Federn je Seite.
Der Federwechsel kostet 150 bis 400 € inklusive Material, Anfahrt und MwSt. Getauscht wird immer paarweise, auch wenn nur eine Feder gebrochen ist.
Eine gebrochene Feder ist kein Fall für Selbsthilfe. In einer gespannten Torsionsfeder steckt die Energie eines Autoreifens mit 8 bar – sie wird mit Spannstangen entspannt, nicht mit einem Schraubenschlüssel.
| Merkmal | Torsionsfeder | Zugfeder |
|---|---|---|
| Wo | Waagerecht auf einer Welle direkt über dem Torsturz | Längs an den seitlichen Laufschienen, links und rechts |
| Wie sie arbeitet | Dreht sich auf, wenn das Tor öffnet | Wird länger gezogen, wenn das Tor schließt |
| Typisch bei | Sektionaltoren, schweren Industrietoren | Schwing- und Kipptoren, oft als Paket mit 2 bis 4 Federn je Seite |
| Lebensdauer | 10.000 bis 25.000 Zyklen, je nach Ausführung | ähnlich, bei alten Paketen oft deutlich weniger |
| Bruch erkennbar an | Sichtbarer Spalt in der Wendel, lauter Knall | Feder hängt durch oder liegt am Boden, Tor zieht schief |
Ein Zyklus ist einmal auf und einmal zu. Wer zweimal am Tag fährt, kommt auf rund 1.500 Zyklen im Jahr – eine Feder mit 10.000 Zyklen hält damit etwa sieben Jahre, eine mit 25.000 Zyklen rund siebzehn.
Beide Federn haben dieselben Zyklen hinter sich und dieselbe Materialermüdung. Wird nur die gebrochene ersetzt, reißt die zweite erfahrungsgemäß innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten – und dann fällt die Anfahrt ein zweites Mal an.
Schwerer wiegt das bei alten Kipptoren mit Mehrfach-Zugfederpaketen, wie sie bei Siebau, Dold, Pfullendorfer oder Normstahl verbaut wurden. Dort hängen zwei bis vier Federn je Seite. Fällt eine aus und man ersetzt nur sie, zieht das Tor schief, läuft einseitig an und verbiegt auf Dauer die Hebelarme. Dann wird aus einem Federwechsel eine Mechanikreparatur.
Deshalb: beim Federbruch immer das komplette Paket, und zwar auf beiden Seiten.
| Fall | Was gemacht wird | inkl. MwSt. |
|---|---|---|
| Sektionaltor, Einzelgarage | Beide Torsionsfedern, Seile geprüft, Tor neu eingestellt | 150 – 280 € |
| Sektionaltor, Doppelgarage | Stärkere Federn, längere Welle | 220 – 400 € |
| Schwing- oder Kipptor | Komplettes Zugfederpaket beidseitig | 180 – 350 € |
| Industrietor | Nach Torgröße und Gewicht | nach Aufwand |
| Sonderanfertigung | Feder nach Maß für alte Tore ohne Ersatzteilversorgung | Aufpreis 40 – 120 € |
Enthalten sind Material, Arbeitszeit und MwSt. Dazu die Anfahrt, 3,39 € je gefahrenem Kilometer hin und zurück, mindestens 53,55 €. Den Preis nenne ich vor Beginn der Arbeit.
Bei alten Toren von Siebau, Guttomat, Pfullendorfer, Zarges oder alten Normstahl-Baureihen gibt es keine Originalfedern mehr – teils ist die Torsparte aufgelöst, teils der ganze Betrieb. Das heißt nicht, dass das Tor weg muss.
Eine Torsionsfeder wird über Drahtstärke, Innendurchmesser, Länge und Windungsrichtung bestimmt. Sind diese vier Werte bekannt, lässt sich eine passende Feder anfertigen oder aus Meterware aufbauen. Ich messe das vor Ort aus; dazu muss die alte Feder nicht vollständig sein.
Wer die Teile selbst beschaffen will, findet sie in unserem Ersatzteilshop torshop.de – dort gibt es Federn, Seile, Laufrollen und Beschläge auch für ältere Baureihen. Welche Marken ich repariere, steht unter Hersteller und Marken.
Federn brechen durch Materialermüdung, nicht durch Schmutz – aufhalten lässt sich das nicht. Aber: Ein Tor, das schwergefallen oder verkantet läuft, belastet die Feder zusätzlich. Saubere Laufrollen, geräumte Schienen und ein richtig eingestelltes Tor holen deshalb spürbar Zyklen heraus. Genau das ist der Inhalt der Jahreswartung.
Wer sein Tor sehr oft bewegt – Mehrfamilienhaus, Sammelgarage, Gewerbe – sollte beim Neukauf gleich Federn mit höherer Zyklenzahl bestellen. Der Aufpreis liegt im zweistelligen Bereich und verdoppelt die Standzeit.
Die Torsionsfeder sitzt waagerecht auf einer Welle über dem Tor und arbeitet durch Verdrehen. Die Zugfeder hängt längs an der Seite und arbeitet durch Dehnen. Sektionaltore haben fast immer Torsionsfedern, Schwing- und Kipptore meist Zugfedern, oft als Paket aus mehreren Federn je Seite.
Davon rate ich dringend ab. In einer gespannten Torsionsfeder steckt so viel Energie wie in einem Autoreifen mit 8 bar. Sie wird mit zwei Spannstangen kontrolliert entspannt; rutscht eine ab, schlägt sie mit voller Kraft zurück. Das ist der häufigste schwere Unfall an Garagentoren.
Beide haben dieselben Zyklen und dieselbe Materialermüdung hinter sich. Wird nur die gebrochene ersetzt, reißt die zweite meist innerhalb weniger Monate. Bei Mehrfach-Federpaketen an alten Kipptoren kommt dazu, dass das Tor sonst schief zieht und die Hebelarme verbiegt.
150 bis 400 € inklusive Material, Arbeitszeit und MwSt., je nach Torgröße und Federart. Dazu die Anfahrt nach gefahrenen Kilometern. Eine Einzelgarage liegt meist bei 150 bis 280 €, eine Doppelgarage bei 220 bis 400 €.
Standardfedern sind für 10.000 bis 25.000 Zyklen ausgelegt. Ein Zyklus ist einmal auf und einmal zu. Bei zweimal täglicher Nutzung sind das rund 1.500 Zyklen im Jahr, also sieben bis siebzehn Jahre. In Sammelgaragen ist die Feder oft nach drei bis vier Jahren fällig.
In fast allen Fällen ja, auch wenn der Hersteller nicht mehr existiert. Eine Torsionsfeder wird über Drahtstärke, Innendurchmesser, Länge und Windungsrichtung bestimmt – sind diese Werte bekannt, lässt sie sich anfertigen. Ich messe das vor Ort aus.
Nein. Ohne Feder hängt das volle Torgewicht an Seilen und Antrieb, beides ist dafür nicht gebaut. Der Antrieb nimmt Schaden, und das Tor kann herunterkommen. Lassen Sie es, wie es ist, und rufen Sie an.
Die Seile prüfe ich immer mit, der Sichtcheck ist im Preis. Sind sie angerissen oder aufgedreht, tausche ich sie gleich mit – das kostet wenig extra, solange das Tor ohnehin entspannt ist, und erspart einen zweiten Termin.