Sie hält das Tor oben, wenn die Feder bricht – und blockiert es danach. Hier steht, wie sie funktioniert, woran Sie erkennen, dass sie ausgelöst hat, und warum das Lösen nicht der erste Schritt ist.
Die Federbruchsicherung sitzt auf der Federwelle, in der Torsionsfeder selbst. Bricht die Feder, dreht sich die Welle plötzlich frei – und genau diese Drehung lässt die Sicherung in der Welle verklemmen. Das Tor bleibt stehen, statt herunterzufallen.
Danach ist das Tor blockiert, und das ist so gewollt. Die Welle hält in diesem Moment das ganze Torgewicht – bei einem Sektionaltor sind das 60 bis 140 Kilo. Wer die Sicherung löst, ohne das Tor vorher abzufangen, gibt diese Last frei. Deshalb wird nicht gelöst, sondern gesichert, entlastet und dann repariert, in dieser Reihenfolge.
Was Sie jetzt tun können: Tor stehen lassen, wie es steht. Antrieb stromlos machen. Niemanden darunter durchgehen lassen. Dann anrufen.
Das ist der typische Zustand nach einem Federbruch mit ausgelöster Sicherung. Versuchen Sie nicht, das Tor mit Gewalt zu schließen oder den Antrieb mehrfach laufen zu lassen – das verbiegt die Laufschienen und macht aus einem Federwechsel eine Torsanierung. Rufen Sie an: +49 (0) 151 50 75 67 59.
Ein Sektionaltor wird nicht vom Antrieb gehoben, sondern von den Torsionsfedern ausgeglichen. Die Federn sitzen auf einer durchgehenden Welle oberhalb der Toröffnung und speichern beim Schließen die Energie, die das Tor beim Öffnen wieder nach oben trägt. Der Antrieb schiebt nur noch an. Deshalb bewegt sich ein intaktes Tor auch von Hand mit zwei Fingern.
Genau daraus folgt das Problem: Bricht eine Feder, fällt dieser Ausgleich weg. Das volle Torgewicht hängt dann an den Drahtseilen und an der Welle – und die Welle wird in Sekundenbruchteilen in die andere Richtung gerissen.
Die Federbruchsicherung ist ein Klemm- oder Sperrkörper, der innen in der Feder auf der Welle sitzt und sich im Normalbetrieb mitdreht, ohne zu greifen. Reißt die Feder, dreht die Welle ruckartig zurück. Diese plötzliche Relativbewegung lässt den Sperrkörper in der Welle verkeilen – mechanisch, ohne Strom, ohne Elektronik. Die Welle steht, das Tor steht.
Je nach Hersteller sitzt die Sicherung im Aufnahmekonus am Federende oder als eigener Sperrblock neben dem Federspannlager. Sie wird mit einem Splint oder einer Schraubsicherung gegen Verdrehen gehalten – und es gibt sie in einer linken und einer rechten Ausführung, weil die beiden Federn eines Tores gegenläufig gewickelt sind. Eine linke Sicherung auf der rechten Seite greift nicht.
Die Federbruchsicherung schützt gegen den Federbruch. Sie schützt nicht gegen ein gerissenes Drahtseil, nicht gegen eine aus der Trommel gesprungene Seilwicklung und nicht gegen eine gebrochene Welle. Deshalb gehören Seile und Rollen bei der Wartung genauso auf den Prüfplan wie die Federn.
Fast immer in dieser Kombination:
Wenn das Tor dagegen schwer, aber bewegbar ist und beim Loslassen langsam absinkt, ist die Feder meist noch ganz, aber entspannt oder ermüdet. Das sind zwei verschiedene Reparaturen – mehr dazu unter Federwechsel am Garagentor.
Diese Frage wird oft gesucht, und die Antwort darauf ist unbequem: Das Lösen ist nicht der Anfang der Reparatur, sondern ihr Ende.
Solange die Sicherung greift, hält sie das Tor. Die Last liegt auf der Welle und auf dem Sperrkörper. Wer sie in diesem Zustand aufmacht – Splint heraus, Klemmung gelöst – gibt 60 bis 140 Kilo frei, die nirgendwo anders aufgehängt sind. Das Tor fällt, und es fällt schnell. Die zweite, noch gespannte Feder kommt dazu: Sie steht unter mehreren hundert Newtonmetern und entlädt sich, wenn die Welle freigegeben wird.
Eine ausgelöste Federbruchsicherung kommt nicht wieder in den Einsatz. Sie hat sich beim Greifen in die Welle gefressen – das ist ihre Aufgabe – und wird zusammen mit den Federn ersetzt. Wer sie weiterverwendet, hat beim nächsten Federbruch keine mehr.
„Ich wollte es nur kurz zumachen.“ Das Tor stand oben, der Kunde hat am Torblatt gezogen, und das Tor ist in die Dichtung gefallen. Danach sind zusätzlich die untere Sektion verbeult und die Laufrollen aus der Schiene. Der Federwechsel hätte 150 bis 400 Euro gekostet, mit dem Blechschaden wird es ein Vielfaches. Wenn das Tor steht: stehen lassen.
Ich war viele Jahre im Hörmann-Werkskundendienst, kenne die Baugruppen aber quer durch die Hersteller, weil im Schwarzwald alles verbaut ist.
| Hersteller | Bauform | Worauf es ankommt |
|---|---|---|
| Hörmann | Im Aufnahmekonus am Federende, mit Splint gesichert | Links und rechts sind verschiedene Teile. Die Federnummer (001, 002, 015 und so weiter) steht auf dem Federspannkonus und bestimmt, welche Sicherung passt. |
| Novoferm | Sperrblock neben dem Federspannlager | Ältere Baureihen haben die Sicherung nur auf einer Seite. Beim Wechsel prüfe ich, ob beide Seiten nachgerüstet werden können. |
| Normstahl / Entrematic | In der Feder, mit Klemmkonus | Mehrere Wellendurchmesser im Umlauf. Welle messen, bevor bestellt wird. |
| Crawford / Assa Abloy | Industrieausführung, oft mit Fangvorrichtung an der Welle | Bei Industrietoren gehört die Prüfung in die UVV-Prüfung, mit Protokoll. |
| Alte Schwing- und Kipptore | Keine Federbruchsicherung, sondern ein Sicherungsseil in der Zugfeder | Das Seil fängt die gebrochene Feder, nicht das Tor. Fehlt es, fliegt die Feder durch die Garage. Teile für solche Tore unter Ersatzteile für alte Tore. |
Tore, die vor etwa 1995 gebaut wurden, haben häufig keine Federbruchsicherung. Bei Torsionsfedertoren lässt sie sich in vielen Fällen nachrüsten – meist, indem beim fälligen Federwechsel Federn mit integrierter Sicherung eingebaut werden. Dafür müssen Wellendurchmesser, Lagerplatten und der Platz seitlich der Öffnung passen.
Nicht nachrüstbar ist sie bei Zugfedertoren – also den alten Schwing- und Kipptoren. Dort ist das Sicherungsseil innen in der Feder das Gegenstück. Wenn Sie ein solches Tor haben, lohnt die Frage, ob eine Umrüstung auf ein Sektionaltor nicht die bessere Investition ist: neue Federn, Sicherung, Dichtung und Dämmung in einem.
Hier muss man zwischen neu und vorhanden trennen, und zwischen privat und gewerblich.
Neue Tore müssen so gebaut sein, dass der Bruch eines Ausgleichselements nicht zum Absturz des Torblatts führt. Das ist Teil der Anforderungen, die ein Tor erfüllen muss, um in Verkehr gebracht zu werden. Deshalb hat jedes heute gelieferte Sektionaltor eine.
Ein vorhandenes privates Tor müssen Sie nicht nachrüsten. Es gibt keine Vorschrift, die das verlangt.
In einer Arbeitsstätte – Werkstatt, Lager, Hof mit Beschäftigten – sieht es anders aus. Dort muss die Anlage in sicherem Zustand sein und regelmäßig geprüft werden. Ein Torsionsfedertor ohne Absturzsicherung über einem Verkehrsweg wird bei der Prüfung beanstandet. Was dort im Einzelnen gilt, steht unter UVV-Prüfung an Toranlagen und Garagentor-Wartung: Pflicht oder nicht?
Die Federbruchsicherung wird praktisch nie allein getauscht, sondern zusammen mit den Federn – weil beides zur gleichen Zeit zu Ende ist und weil die Welle ohnehin entlastet werden muss. Deshalb sind das hier die Preise für den Federwechsel mit Sicherung:
| Fall | Richtwert | Enthalten |
|---|---|---|
| Sektionaltor, Standardmaß, beide Federn mit Sicherung | 150–400 € | Federn, Sicherungen, Arbeit, Tor neu auswägen |
| Dazu, wenn auch die Seile fällig sind | + 60–120 € | Beide Drahtseile, Trommeln geprüft |
| Nachrüstung der Sicherung am vorhandenen Tor | meist im Federwechsel enthalten | Federn mit integrierter Sicherung statt Standardfedern |
| Industrietor, große Welle | auf Anfrage | Nach Torgewicht und Wellendurchmesser, mit Protokoll |
| Anfahrt | ab 53,55 € | Innerhalb von Bonndorf, danach 3,39 € je Kilometer |
Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer. Die Arbeitszeit beträgt 116,12 € je Stunde. Was den Preis nach oben treibt, ist nicht die Sicherung – die kostet als Teil wenig – sondern ein Tor, das nach dem Bruch mit Gewalt bewegt wurde.
Technisch ja, verantwortbar nein. Sie hält in dem Moment das ganze Torgewicht, und die zweite Feder ist noch voll gespannt. Beides muss vorher abgefangen beziehungsweise entspannt werden, sonst fällt das Tor und die Feder entlädt sich. Das ist die Arbeit, bei der es in dieser Branche die schweren Verletzungen gibt – gebrochene Finger, Platzwunden am Kopf, abgetrennte Fingerspitzen. Lassen Sie das Tor stehen und rufen Sie an.
Das ist der gute Fall: Wenn das Tor oben steht, können Sie das Auto herausfahren. Machen Sie das, bevor Sie irgendetwas anderes versuchen, aber fahren Sie zügig und nicht mehrfach darunter hin und her. Danach den Antrieb stromlos machen und das Tor offen stehen lassen. Steht das Tor unten, lassen Sie es unten – es öffnen zu wollen, macht den Schaden größer. Bei eingeschlossenem Auto komme ich schneller, sagen Sie das am Telefon.
Schauen Sie bei geschlossenem Tor von innen auf die Welle oberhalb der Öffnung. Sitzt dort eine durchgehende Welle mit einer oder zwei langen Federn darauf, ist es ein Torsionsfedertor und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sicherung – sichtbar als dicker Konus oder Block am Federende. Sitzen die Federn stattdessen seitlich längs an den Zargen und ziehen über Seile und Hebel, ist es ein Schwing- oder Kipptor mit Zugfedern: Dort gibt es stattdessen ein Sicherungsseil innen in der Feder. Fotografieren Sie es und schicken Sie mir das Bild, dann sage ich Ihnen, was Sie haben.
Ja. Sie hat ihre Aufgabe erfüllt, indem sie sich in der Welle verklemmt hat, und ist danach verformt. Ein zweites Mal greift sie nicht zuverlässig. Sie wird zusammen mit den Federn ersetzt, der Mehrpreis gegenüber einer Standardfeder ist gering.
Weil die beiden Federn eines Tores gegenläufig gewickelt sind – eine links, eine rechts – damit sich die Drehmomente auf der Welle aufheben. Die Sicherung muss in der Drehrichtung ihrer Feder greifen. Eine linke Sicherung auf der rechten Seite dreht beim Federbruch in die falsche Richtung und sperrt nicht. Bei Hörmann steht die Zuordnung mit der Federnummer auf dem Spannkonus.
Selten, aber es kommt vor. Auslöser sind dann ein harter Schlag auf die Welle, ein Antrieb, der gegen ein blockiertes Tor arbeitet, oder eine Feder, die sich im Konus gelockert hat und durchdreht. Das Ergebnis sieht gleich aus: Tor blockiert. Ob die Feder ganz ist, sehe ich vor Ort in zwei Minuten.
Beim fälligen Federwechsel: ja, weil es dann kaum Mehrkosten sind. Als eigener Auftrag am sonst intakten Tor: meistens nicht. Dann ist die bessere Rechnung, das Geld in ein neues Tor mit Dämmung und heutiger Sicherheitstechnik zu stecken – siehe Schwingtor auf Sektionaltor umrüsten. Ich sage Ihnen bei der Besichtigung offen, was ich in Ihrem Fall machen würde.
Ja, sie ist Teil des Prüfumfangs: Sitz, Splint beziehungsweise Schraubsicherung, Spiel auf der Welle, Zustand der Feder und der Seile. Bei gewerblichen Anlagen geht das ins Protokoll der UVV-Prüfung, privat in das Wartungsprotokoll. Mehr unter Wartungsvertrag.
Tor stehen lassen, Antrieb stromlos machen, anrufen. Federn und Sicherungen für die gängigen Hersteller habe ich auf dem Fahrzeug, in den meisten Fällen ist es ein Termin.